"The Gates of the Sun and the Land of Dreams", Museum Schloss Benrath, Düsseldorf, 2017

Aljoscha, geb. 1974 in der Ukraine, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Er schafft aus Acryl und Silikon Kunstwerke, die an in der Natur vorkommende Organismen, Lebewesen und Pflanzen erinnern. Sie sind jedoch keine Nachahmungen von natürlichen Objekten, sondern Aljoscha sieht sich als Schöpfer neuer möglicher Lebensformen. „Bioismus“ nennt er seine Kunstpraxis, die auch Religion, Philosophie und Ethik mit einbezieht.

Er schafft seine Skulpturen, indem er Acrylfarbe mit feinsten Pinseln nach und nach zu filigranen Netzwerken verbindet, die dann in (frei erfundenen) Naturformen von höchster Ästhetik enden. Oder er kreiert großformatige Installationen aus verformten Acrylglas, die im Raum zu schweben scheinen. Diese zeigte Aljoscha auch in sakralen Räumen wie in den Kirchen St. Petri in Dortmund (2015), Schlosskirche in Bonn (2016) oder jüngst in der Sala Santa Rita in Rom (2017). Im Herbst 2017 wird Aljoscha den Konzertsaal der Düsseldorfer Tonhalle und im Dezember den Kunstraum Dornbirn in Österreich „bespielen“.

Aljoscha sieht seine Skulpturen als Prototypen neuer Lebensformen. Wir könnten das riesige schwebende, aus grünem Acrylglas gefertigte „Mobile“ in der Galerie als gigantische Pflanze identifizieren. Oder die kleinen, filigranen Skulpturen als farbenprächtige Insekten. Welche Lebewesen es sein werden, das überlässt der Künstler unserer Phantasie.
Aljoscha glaubt an die synthetische Biologie, die daran arbeitet, mit der Schaffung künstlicher Lebewesen den wachsenden Problemen der Menschheit zu begegnen.

Die synthetische Biologie sieht Aljoscha durchaus als Hoffnungsträger. So wird der Titel seiner Ausstellung in der Galerie Susanne Neuerburg „The Hedonotropic Force“ sein. Es geht um den ewigen Wunsch nicht nur des Menschen, sondern allen Lebens nach Leidlosigkeit , Glückseligkeit und ………… Schönheit.

Seine Skulpturen machen zur Zeit Furore im Museum Schloss Benrath nahe Düsseldorf (siehe ART Kunstmagazin Juli 2017). In dem wunderschönen barocken Ambiente des Schlosses passen sich die vom Künstler geschöpften utopischen Lebewesen ein wie in die kostbare naturwissenschaftliche Sammlung einer fürstlichen Wunderkammer .

www. aljoscha.org
www.schloss-benrath.de
www.youtube.com/watch?v=_2Ed_T6KulM
ART Kunstmagazin Juli 2017
www.kunstraumdornbirn.at/programm/vorschau
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3321158/

1974
born in Glukhov, Ukraine

2001-2002
Auditor at Art Academy Duesseldorf, Germany (class of Prof. Konrad Klapheck)

2006
International Summer Academy of Fine Arts in Salzburg, Austria (class of Shirin Neshat & Shoja Azari)

2008
1. Prize in sculpture, XXXV Premio Bancaja, Valencia, Spain

2009
Art prize „Schlosspark 2009“, Cologne, Germany

2010
„bioism uprooting populus“, public installation project funded by Karin Abt-Straubinger Stiftung, Germany

2010-2011
Grant of Hybridartprojects in El Zonte, El Salvador

2011
Grant of Kunstgarten Graz, Austria

2011
Grant of The University’s Museum of Contemporary Art (Mexico City), in Venice, Italy

2012
Grant of Hybridartprojects (Buenos Aires, Argentina) in Mandrem, India

lives and works in Ukraine and Germany

selected solo exhibitions:

2017
„Know Thyself“, Donopoulos International Fine Arts, Mykonos, Greece
„The Gates of the Sun and the Land of Dreams“, Museum Schloss Benrath, Düsseldorf, Germany
„The Gates of the Sun and The Land of Dreams“, Gallery Beck & Eggeling, Düsseldorf, Germany
„A Notion of Cosmic Teleology“, Sala Santa Rita, Rome, Italy
„Early Earth Was Purple“, Ural Vision Gallery, Budapest, Hungary

2016
„Iconoclasm and Bioism“, Julia Ritterskamp, Düsseldorf, Germany
„Auratic Objects“, Donopoulos International Fine Arts, Thessaloniki, Greece
„From Homo Faber to Homo Creator“, Gallery Martina Kaiser, Cologne, Germany
„Lotophagie“, Gallery Anna Nova, St. Petersburg, Russia
„Archaeen“, Gallery Martina Kaiser, Cologne, Germany
„Bioethics“, Gallery Y, Minsk, Belarus

2015
„Paradise Engineering“, Flora, Cologne, Germany
„Hadaikum“, Gallery Martina Kaiser, Cologne, Germany
„Animism and Bioism“, National Museum of Natural History, Sofia, Bulgaria
„Funiculus umbilicalis“, St. Petri, Dortmund, Germany
„Synthetic | Elysium“, Daab Verlag, Cologne, Germany

2014
„Bioism“, Erarta Museum, St. Petersburg, Russia
„Lotuseffekt“, Goethe Institut, Sofia, Bulgaria

2013
„We love you stars. May you adore us“, Galerie Claudia Junig, Cologne, Germany
„Der ca. 20 Lichtjahre große Nebel enthält Staubsäulen, die bis zu 9,5 Lichtjahre lang sind und an deren Spitze sich neue Sterne befinden“, Raum e.V., Düsseldorf, Germany
„Daidaleia – the presence of fabulous edifices“, Donopoulos International Fine Arts, Thessaloniki, Greece

2012
„Sensorial Panopticum“, Beck & Eggeling Gallery, Düsseldorf, Germany
„Abiogenesis“, Kunstraum d-52, Düsseldorf, Germany

2011
„Objekt als Wesen“, Kunstverein APEX, Göttingen, Germany
„Bioism Involved“, Kunstgarten Graz, Austria

2010
„The children of Daedalus“, Donopoulos International Fine Arts, Thessaloniki, Greece
„Living architectures“, Beck & Eggeling Gallery in cooperation with Henn Gallery, Munich, Germany
„Bioism aims to spread new and endless forms of life throughout the universe“, ARTUNITED, Vienna, Austria

2009
„Biofuturism“, Krefelder Kunstverein, Krefeld, Germany
„Bioism“, Museo di Palazzo Poggi, Bologna, Italy

2008
„Objects – Drawings – Paintings“, Beck & Eggeling Gallery, Düsseldorf, Germany